Als Lehrerin oder Lehrer werden Sie entweder im Arbeitnehmer- oder im Beamtenverhältnis beschäftigt. Bundesweit sind dabei mehr Lehrer verbeamtet als angestellt, je nach Bundesland gibt es aber auch fast nur Arbeitnehmer oder fast nur Beamte. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Vergleich zwischen Berlin und Bayern. Während die Bundeshauptstadt viele Jahre keine Lehrkräfte mehr verbeamtet hat, ist in Bayern genau das Gegenteil passiert. Hier ist die Verbeamtung also eher die Regel. Ähnlich sieht es in Nordrhein-Westfalen aus. Auch hier arbeiten Sie als Lehrkraft in der Regel als Beamtin oder Beamter.
Vom beruflichen Status hängt ab, welche Versicherungen für Lehrer besonders wichtig oder auch weniger wichtig sind. Allgemein steht dabei im Mittelpunkt, die folgenden Risiken ganzheitlich und passgenau abzusichern:
- Krankheit:
- Eine Krankenversicherung ist Pflicht, Sie kommen also nicht um diese Police herum. Allerdings haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn Sie Beamter sind oder ein hohes Jahreseinkommen haben, ein Wahlrecht zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Dieses sollten Sie nach Möglichkeit nutzen, um den für sich optimalen Versicherungsschutz zu finden.
- Einkommensabsicherung:
- Eine lang andauernde Krankheit oder schwere Unfallfolgen können zum Verlust des laufenden Einkommens führen. Auch Beamte müssen erhebliche Einbußen von nicht selten mehr als 50 Prozent ihrer Bezüge in Kauf nehmen. Daher ist es wichtig, mit einer Berufs- oder Dienstunfähigkeitsversicherung vorzusorgen.
- Haftpflichtschutz:
- Gerade im Schuldienst tragen Sie eine immense Verantwortung. Eltern, aber auch der Dienstherr, können Sie in Regress nehmen. Dies geschieht insbesondere bei fahrlässigen Handlungen wie der Verletzung von Aufsichtspflichten. Eine passgenaue Berufs- oder Diensthaftpflichtversicherung übernimmt berechtigte Schadensersatzforderungen von Geschädigten und wehrt unberechtigte Ansprüche kostenfrei ab.
Schauen wir uns nun einmal an, in welcher Hinsicht sich die Versicherungen für Lehrer durch den konkreten beruflichen Status voneinander unterscheiden!