Schriftlicher Test
Im Rahmen eines schriftlichen Tests soll zunächst Ihre Intelligenz überprüft werden. Hierbei werden Ihnen Aufgaben der Themenbereiche Mathematik, Analytik, Logik, Deutsch und Technik sowie Fragen des Allgemeinwissens gestellt. Für diese Aufgaben haben Sie nicht viel Zeit. Schließlich soll nicht nur Ihre Intelligenz, sondern auch Ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit überprüft werden. Der Fokus liegt außerdem auf Ihrer Rechtschreibung. Achten Sie also darauf, dass Sie alles sauber und richtig schreiben.
Sporttest
Nachdem Ihre Intelligenz auf die Probe gestellt wurde, müssen Sie nun Ihre körperliche Fitness unter Beweis stellen. Im Rahmen unterschiedlicher Disziplinen achten die Prüfer darauf, dass Ihre Kraft, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit den Voraussetzungen des Dienstes bei der Polizei, Justiz und Zoll genügen.
Vorstellungsgespräch
Die dritte Station ist mündlicher Natur. Hier müssen Sie unter anderem gemeinsam mit anderen Bewerbern ein Gruppengespräch führen. Dabei wird in der Regel ein polizeilicher Sachverhalt diskutiert. Im Fokus dieses Gesprächs steht vor allem die Kommunikationsfähigkeit der Bewerber. Nachdem das Gruppengespräch stattgefunden hat, folgt ein Einzelgespräch. Hier wird die persönliche Kompetenz der Bewerber überprüft. Der Fragenkatalog entspricht dabei in etwa dem klassischer Bewerbungsgespräche. Auszug aus dem Fragenkatalog:
- Warum haben Sie sich für eine Karriere bei der Polizei entscheiden?
- Wie ist die Polizei organisiert und strukturiert?
- Wie stellen Sie sich einen Berufsalltag als Polizist vor?
- Nennen Sie uns die wichtigsten Stationen Ihres bisherigen Werdegangs.
- Wie war das Verhältnis zu Ihren Mitschülern und Lehrern?
- Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wichtig ist den Prüfern dabei nicht, dass Sie perfekte Antworten geben. Hierbei steht vielmehr im Fokus, dass Sie sich selbst realistisch einschätzen können und ein gewisses Maß an Zielstrebigkeit mitbringen. Auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sollte den Prüfern im Rahmen des Gesprächs vermittelt werden.
Assessment Center
Manche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen aber auch Hamburg setzen auf ein sogenanntes Assessment Center. Hier müssen die Bewerber für den gehobenen Dienst bei der Polizei, Justiz und Zoll einige Stationen absolvieren. Bestandteile des Assessment Centers sind unter anderem Gruppendiskussionen, aber auch Rollenspiele. Auch ein kurzes Referat kann hier auf Sie zukommen. Ziel dieser besonderen Art des Auswahlverfahrens ist die Konfrontation mit Grenzsituationen. Die Prüfer möchten sehen, wie Sie im Rahmen der Rollenspiele polizeilich agieren. Gruppendiskussionen dienen wiederum dazu, konstruktive Zusammenarbeit zu sehen. Schließlich ist es gerade die Teamfähigkeit, die einen guten Polizisten auszeichnen sollte. Zeigen Sie den Willen zu Kooperation und arbeiten Sie im Umgang mit zivilen Personen einfühlsam, aber bestimmt. Ziel dieser Aufgaben ist es ebenfalls die typischen Polizeistärken hervorzuheben. Bleiben Sie stets ruhig und zeigen Sie, wenn möglich, keine Verunsicherung. Ein wenig Anspannung wird Ihnen die Prüfer jedoch verzeihen. Schließlich geht es um Ihre berufliche Zukunft bei der Polizei, Justiz und Zoll.
Polizeiärztliche Untersuchung
Wenn Sie in allen Disziplinen gepunktet haben, steht zu guter Letzt die Überprüfung Ihrer Tauglichkeit für den Polizeidienst an. Hierbei wird ein Polizeiarzt feststellen, ob es medizinische Bedenken gibt, die gegen einen Einsatz bei der Polizei sprechen. Dieser Gesundheitscheck ist sehr wichtig. Schließlich geht mit der Tätigkeit bei der Polizei in der Regel auch eine körperliche Belastung einher. Wer dieser nicht standhalten kann, wird über kurz oder lang Probleme haben. Die gründliche Untersuchung des Polizeiarztes beinhaltet unter anderem:
- Belastungs-EKG
- Bluttest
- Hörtest
- Sehtest
- Test der Lungenfunktion
- Abschlussgespräch