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> BEWERBUNGSVERFAHREN UND AUSWAHLVERFAHREN

Stephan Heidemann
Bewerbungsverfahren und Auswahlverfahren

Bewerbungsverfahren und Auswahlverfahren

Bundesweite Umfragen unter Schülerinnen und Schülern ergeben immer wieder, dass der Wunsch, Polizist zu werden, überdurchschnittlich oft geäußert wird. Die Polizei ist bei Deutschlands Jugendlichen der beliebteste Arbeitgeber und rangiert noch vor der Automobilindustrie. Beamte der Polizei genießen in Deutschland generell ein sehr hohes Ansehen und Vertrauen. Wann immer es um Sicherheit und Ordnung für die Bevölkerung geht, sind die „Ordnungshüter“ zur Stelle. Am häufigsten kommen sie bei Diebstahl, Haus- und Wohnungseinbrüchen, Ruhestörungen, Verkehrsdelikten, häuslicher Gewalt, Überfällen oder der Suche nach Vermissten zum Einsatz. Dabei arbeiten verschiedene Fachbereiche der Polizei eng zusammen. Oft werden beispielsweise Bereitschafts-, Schutz- und Kriminalpolizei gemeinsam tätig. Die grundlegenden Aufgaben der Beamten der Polizei sind in den jeweiligen Polizeigesetzen der Bundesländer individuell festgeschrieben.

Beamte der Polizei – die Organisation

Jedes Bundesland stellt seine eigene Landespolizei auf und legt seine eigenen Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung zum Beamten der Polizei fest. Bewerbungsverfahren und Auswahlverfahren sowie Ausbildungsregelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland sowohl durch die jeweiligen rechtlichen Vorgaben als auch in den Organisations- und Ausbildungsabläufen. Außer den 16 Landespolizeien gibt es zwei Polizeien des Bundes, das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei sowie die Polizei des deutschen Bundestags, deren Ausbildung durch den Bund geregelt wird. Die Ausbildung zum Beamten der Polizei ist bei 19 verschiedenen Polizeibehörden möglich. Den über 200.000 Beamten der Landespolizeien stehen etwa 34.000 Beamte der Bundespolizei gegenüber. Generell gehören etwa 80 % der Beamten der Landespolizeien zur uniformierten Schutzpolizei und etwa 20 % werden für die Kriminalpolizei tätig. Auch das Zollkriminalamt übernimmt polizeiliche Aufgaben.

Die Polizei in Berlin

Der Hauptstadt fehlt es an geeignetem Nachwuchs. Tausende Beamte der Polizei werden derzeit gebraucht. Hoher Bedarf besteht bei der Kriminal- und Schutzpolizei, dem Gewerbeaußendienst und Objektschutz. In Berlin werden Beamte der Polizei für zwei Laufbahnen ausgebildet. Die Ausbildung im mittleren Dienst zum Polizeimeister dauert 2,5 Jahre, das Studium an Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zum Kommissar 3 Jahre. Neben theoretischen und praktischen Abschnitten gibt es spezielle Trainingseinheiten, wie die Schießausbildung, Fahrtraining oder Selbstverteidigung.

Ausbildung Beamte der Polizei im mittleren und gehobenen Dienst

  • Deutsche Staatsbürgerschaft oder Staatsangehörigkeit eines Mitgliedslandes der Europäischen Union 
  • Verfassungstreue - die Gewährleistung, jederzeit für die freiheitlich- demokratische Grundordnung Deutschlands und die Verfassung von Berlin einzutreten
  • Führerschein Klasse B (kann nachgereicht werden)
  • Schwimmabzeichen in Bronze (Fähigkeit, mindestens 200 m ohne Unterbrechung schwimmen zu können)  
  • Bestehen des Auswahlverfahrens
  • Nachweis, den körperlichen Anforderungen des Vollzugsdienstes gewachsen zu sein (Vollzugsdiensttauglichkeit)
  • einwandfreies Führungszeugnis, insbesondere keine Vorstrafen

Für den mittleren Dienst bei der Schutzpolizei benötigen Sie mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (erweiterter Hauptschulabschluss) oder einen als gleichwertig anerkannten Schulabschluss. Sie sollten zum Eistellungstermin mindestens 16 und höchstens 29 Jahre alt sein. Bewerber, maximal 39 Jahre alt sind, können sich unter Umständen bewerben (siehe Ausschreibung) und müssen in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit nachweisen. Für den gehobenen Dienst bei der Schutz- und Kriminalpolizei wird mindestens die Fachhochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand vorausgesetzt. Bewerber dürfen bei der Einstellung höchstens 31 Jahre alt sein. 

Tipp: Die Anforderungen an die Bewerber in den einzelnen Bundesländern sind zwar sehr ähnlich, aber nicht gleich. Es ist möglich, dass in einem anderen Bundesland genau das Kriterium, was Sie in Berlin nicht erfüllen, weniger ins Gewicht fällt. Sie haben grundsätzlich das Recht, sich in mehreren Bundesländern zu bewerben. Eine Bewerbung an anderen Standorten zeugt von Ihrer Motivation, Flexibilität und dem festen Willen, Ihren Dienst als Beamter der Polizei zu leisten. Sollten Sie das Auswahlverfahren beim ersten Anlauf nicht bestehen, haben Sie im folgenden Jahr die erneute Chance.

  • Online-Bewerbung
  • Vortest
  • Schriftlicher Einstellungstest
  • Sporttest
  • Mündliche Auswahlverfahren
  • Ärztliche Untersuchung

Die Unterlagen sollten sorgfältig zusammengestellt werden. Gefordert werden: 

  • persönliches Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf
  • aktuelles Passbild
  • Kopie des letzten Schulzeugnisses oder Schulabschlusszeugnisses
  • sofern vorhanden, Nachweis über den Berufsausbildungsabschluss
  • Erklärung zum Datenschutz
  • Kopie des Personalausweises
  • beidseitige Kopie des Führerscheins (kann nachgereicht werden)
  • die sogenannte Rechtsgeschäftserklärung bei Bewerbern, die noch nicht volljährig sind

Bewerbungen sind nur noch online möglich. Per Post eingereichte Unterlagen können nicht mehr berücksichtigt werden. Liegen Ihre Unterlagen vollständig vor und erfüllen Sie die Einstellungsvoraussetzungen, werden Sie per E-Mail zur Teilnahme am Online-Vortest aufgefordert. Danach können Sie zum Einstellungstest eingeladen werden.

Die Tests, um geeignete Bewerber für eine Ausbildung zum Beamten der Polizei zu finden, sind für Bewerber auf eine Ausbildung zum Justizbeamten und Zollbeamten ähnlich. Grundvoraussetzung ist immer die Bereitschaft, überdurchschnittliche Leistung zu erbringen und ein überdurchschnittliches Interesse am Berufsbild Beamter der Polizei. Dass Sie sich im Vorfeld intensiv mit dem Beruf sowie den typischen Einsatz- und Alltagssituationen befassen, sollte selbstverständlich sein. Die einzelnen Prüfungen: 

Am PC:

  • Intelligenz- und Persönlichkeitsstrukturtest, um Auffassungsgabe/Urteilsvermögen, Zuverlässigkeit und psychische Belastbarkeit zu testen sowie um die Leistungsmotivation und das Berufsinteresse festzustellen 
  • Deutschtest, unter anderem Diktat sowie Multiple-Choice-Test zur Überprüfung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung 
  • Test zum Allgemeinwissen - Politik und Gesellschaft

Sportleistungsprüfung:

  • Hindernisparcours
  • Dauerlauf
  • Prüfung der körperlichen Eignung, eine Waffe und ein Dienstkraftfahrzeug zu führen

Bei der polizeiärztlichen Untersuchung führt der Polizeiarzt Seh-, Hör- und Lungenfunktionstests durch. Prüft Größe, Gewicht und die allgemeine körperliche Verfassung. Zur Untersuchung gehört auch ein Drogenscreening. Die allgemeine Fitness wird mit einem Belastungs-EKG überprüft.

Persönliches Vorstellungsgespräch  
Im Einzelinterview geht es darum, Sozialkompetenz, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit und auch Belastbarkeit unter Beweis zu stellen. Einerseits müssen Sie sich den schwierigen Fragen stellen und andererseits Selbstbewusstsein ausstrahlen und sympathisch wirken. 

Tipp: Bereiten Sie sich darauf vor, eine schlüssige Erklärung für Ihren Berufswunsch abzugeben und warum Sie ausgerechnet zur Polizei Berlins gehen möchten.

Nach dem anspruchsvollen Auswahlverfahren bleiben nur die fähigsten Bewerber übrig. Haben Sie alle Tests bestanden, wird aus den Einzelergebnissen das Gesamtergebnis ermittelt und in eine Rangliste eingeordnet, nach der die freien Ausbildungsplätze vergeben werden. Ob sie eingestellt werden können oder nicht, werden Sie in der Regel nicht sofort erfahren. Die Rangliste kann erst dann erstellt werden, wenn alle Bewerber für den jeweiligen Einstellungstermin die Einstellungstests absolviert haben und fehlende Befunde eingeholt und ausgewertet wurden. Nach erfolgreicher Ausbildung sammeln Sie berufspraktische Erfahrungen in den Einsatzeinheiten und auf den Polizeiabschnitten der Polizei in Berlin.

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