Um den Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst zu genügen, benötigt der Anwärter zu den allgemeinen Anforderungen:
- Entscheidungsfähigkeit
- Führungsqualitäten
- Fähigkeit, andere zu motivieren
Für die Ausbildung wird in Bayern die Hochschul- oder Fachhochschulreife vorausgesetzt. Polizeivollzugsbeamte der 2. Qualifikationsebene können sich mit dem Studium für den Aufstieg zum Beamten im gehobenen Dienst qualifizieren. An der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Polizei am Studienort Fürstenfeldbruck oder Sulzbach-Rosenberg - werden die theoretischen Grundkenntnisse vermittelt. Das sind zum Beispiel:
- Einsatzlehre
- Führungslehre
- Verkehrslehre
- polizeiliche Informationsverarbeitung
- Psychologie
Von großer Bedeutung sind fundierte rechtliche Kenntnisse, wie Staats- und Verfassungsrecht, Strafverfahrensrecht, Verkehrsrecht und Eingriffsrecht. Das duale Studium kann nach 3 Jahren mit dem Bachelor abgeschlossen werden. Tätigkeitsbereiche Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst können sein:
- Leitung von Einsätzen im Streifendienst oder in der Verkehrsüberwachung
- Fachlehrer an Verwaltungsfachhochschulen beispielsweise in Rechtsfächern, politischer Bildung, Polizeidienstkunde oder Sport
Ein späterer Einsatz ist beispielsweise auch bei der Kriminalpolizei möglich. Hier treffen Sie Vorsorge- und Sicherheitsvorkehrungen, ermitteln bei Diebstahl oder Einbruch, Brandstiftung, Raub, Erpressung, Betrug, Korruption, Falschgelddelikten oder bei Tötungsdelikten. Sie führen Zeugenbefragungen durch, nehmen Personalien auf und sichern Beweismaterial. Dabei arbeiten Sie eng mit Kollegen, Rechtmedizinern und Gutachtern zusammen.