Ausbildung zum Beamten Vermessungsämter im mittleren Dienst
Voraussetzungen
Bewerber sollten den mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer förderlichen, abgeschlossenen Berufsausbildung besitzen. Der Vorbereitungsdienst dauert in Bayern 3 Jahre. Während der Ausbildung sammeln Sie praktische Erfahrungen bei Vermessungsämtern, Flurneuordnungsbehörden und Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften.
Ihre späteren Aufgaben
Beamte des Vermessungsamtes trifft man häufig bei Vermessungen auf der Straße an. Sie vermessen sowohl Grundstücke von Privatpersonen als auch Straßen oder öffentliche Gebäude und Plätze. Aufgaben Beamter im mittleren Dienst:
- Vermessungen durchführen und Geodaten ermitteln
- Sie werten Messdaten aus und pflegen diese am Computer in die entsprechenden Kataster oder Karten ein
- Sie aktualisieren im Innendienst Liegenschaftskataster, erstellen Gelände und Flurkarten oder Planungsunterlagen
- Beratung von Kunden, zum Beispiel bei der Planung von Bauvorhaben
- Erstellung von Dokumenten für notarielle Verträge zur Sicherung des Eigentums an Grund und Boden
Beamte Vermessungsämter im gehobenen Dienst
Geeignet für eine Ausbildung sind Vermessungsingenieure beziehungsweise Bachelorabsolventen aus dem Studiengang Vermessung/Geoinformatik oder eines vergleichbaren Studienganges.
Ausbildung
Sie werden an Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung, beispielsweise an Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung theoretisch und in Vermessungsämtern, bei Behörden für Geoinformation praktisch ausgebildet.
Wichtige Themen in der Ausbildung
Vermittelt werden unter anderem folgende Kenntnisse und Fertigkeiten:
- Aufgaben und Organisation des Liegenschaftskatasters
- Liegenschaftskataster einrichten, führen und erneuern
- Liegenschaftsrecht, Baurecht
- Anwendungs- und Auswerteverfahren bei Liegenschaftsvermessungen
- Katastervermessungen vorbereiten und durchführen
- Raumordnung, Bauleitplanung, Bodenordnung, Aufgaben der Stadtvermessung
- Grundstückswertermittlung
- Geodatenmanagement
- Personalangelegenheiten, Finanz- und Rechnungswesen
Aufgaben von Beamten Vermessungsämter im gehobenen Dienst
Sie übernehmen Vermessungsarbeiten bei Flurneuordnungen oder weisen Bauland aus. Die Beamten sorgen unter anderem auch für die Einhaltung rechtlicher, technischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Verordnungen. Sie ermitteln Grundstückswerte und erstellen Gebührenabrechnungen für Vermessungsarbeiten. In der unteren Verwaltungsebene nehmen sie die Aufgaben von Sachgebiets- oder Gruppenleitern beziehungsweise als Amts- oder Dienststellenleiter wahr.
Beamte Vermessungsämter im höheren Dienst
Für die Ausbildung wird ein abgeschlossenes Masterstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss im Bereich Vermessungswesen oder in einem vergleichbaren Studiengang vorausgesetzt.
Ausbildung von Beamten Vermessungsämter
Die Ausbildung findet in Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung, Landesvermessungs- und Katasterämtern und Behörden für Geoinformation statt und kann in der Regel nach 2 Jahren abgeschlossen werden.
Aufgaben der Beamten Vermessungsämter im höheren Dienst
Nach erfolgreichem Studium können Sie als Projektleiter, Außendienstleiter, Abteilungsleiter, Amtsleiter oder Referent tätig werden. Beamte im höheren Dienst werden in Leitungs- und Führungspositionen eingesetzt. Unter der Beachtung rechtlicher, technischer, sozialer, ökologischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Vorgaben leiten Sie Messungen im Bereich Katasterwesen, die beispielsweise als Grundlage der Stadtplanung oder Flurneuordnungen benötigt werden. Sie koordinieren planerische und konzeptionelle Arbeiten und sind Ansprechpartner von Kommunen, Behörden und privaten Grundstückseigentümern. Sie sorgen auch für die ordnungsgemäße praktische Umsetzung der Planungen.