Was ist wichtig für die Bewerbung um eine Ausbildung zum Beamten der Polizei?
Angeboten werden Ausbildungen für die Laufbahn im mittleren, gehobenen sowie höheren Polizeidienst bzw. der Qualifikationsebene zwei bis vier. Der größte Bedarf besteht im mittleren und gehobenen Dienst. Im Vorfeld sollten Sie sich ausführlich über das Berufsbild und notwendigen Voraussetzungen für die Ausbildung bei der Polizei informieren. Zu den geforderten Bewerbungsunterlagen gehören unter anderem:
- Anschreiben
- Lebenslauf
- Zeugnisse von Schule und eventueller vorheriger Ausbildung oder Studium
- Praktikums-, Wehrdienst- oder Zivildienstbescheinigungen
Prüfen Sie Ihre Unterlagen sorgfältig auf Vollständigkeit, Rechtschreibung und Grammatik, bevor Sie diese einreichen.
Beamtenrechtliche Voraussetzungen:
- Deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union
- Gewährleistung, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzutreten
- Polizeidiensttauglichkeit
- Charakterliche Eignung
- Außerordentliche körperliche Fitness
- Hohe psychische Belastbarkeit
- Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse
- Alter innerhalb der Mindest- und Höchstgrenzen
Erfüllen Sie alle Einstellungsvoraussetzungen, werden Sie zum Auswahlverfahren eingeladen.
Das Auswahlverfahren für die Ausbildung zum Beamten der Polizei
Das Auswahlverfahren setzt sich aus mehreren Tests zusammen und findet in der Regel an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt, entweder bei der Bereitschaftspolizei in München oder in Nürnberg. Kann ein Prüfungsteil nicht erfolgreich abgeschlossen werden, wird die Prüfung an dieser Stelle beendet.
Getestet werden unter anderem die Rechtschreibung, Textverständnis und -gestaltung sowie die Allgemeinbildung. Schwerpunkte sind zum Beispiel Erdkunde, Geschichte, Wirtschafts- und Rechtsgrundlagen sowie staatsbürgerliche Kenntnisse.
In der Sportprüfung soll unter Beweis gestellt werden, ob die Bewerber über die körperliche Leistungsfähigkeit, die der Dienst erfordert, verfügen. Geprüfte Fähigkeiten sind beispielsweise Ausdauer, Kraft und Reaktionsgeschwindigkeit.
Im Vorstellungsgespräch haben Sie die Chance, sich persönlich vorzustellen. Fragen, mit denen Sie konfrontiert werden könnten, sind beispielsweise:
- Allgemeine Fragen rund um die Polizei
- Vor- und Nachteile des Polizeidienstes sowie zur Ausbildung und dem Berufsalltag
- Warum möchten Sie Beamter der Polizei werden?
- Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?
- Fragen zur Allgemeinbildung
Möglich ist auch die Teilnahme an einem Assessmentcenter mit Präsentationen, Streitgesprächen oder Diskussionen.
Außerdem werden die Bewerber von einem Polizeiarzt auf physische und psychische Polizeidiensttauglichkeit untersucht. Die Prüfung erfolgt nach strengen Kriterien, um den späteren Einsatz im Außen- und Schichtdienst sowie das Führen und Bedienen der Dienstwaffe gewährleisten zu können. Neben dem aktuellen Befund wird auch eine Prognose in Bezug auf festgestellte Besonderheiten getroffen. Damit soll eine zeitnah drohende Dienstunfähigkeit ausgeschlossen werden. Die Grundlage dafür bildet die Polizeidienstvorschrift. Es findet jedoch für jeden Bewerber eine Einzelfallbeurteilung über die gesundheitliche Verfassung und bestehende Probleme statt. Danach wird ein Zeugnis über die Polizeidiensttauglichkeit oder -untauglichkeit ausgestellt.
Wichtig: Alle Bewerber haben unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Herkunft dieselbe Chance, zur Ausbildung zugelassen zu werden. Ausschlaggebend sind die persönliche Eignung, die Ergebnisse der Einstellungstests, die Anzahl der Ausbildungsplätze und die Zahl der eingehenden Bewerbungen. Vergeben werden die Ausbildungsplätze in Reihenfolge der Rangliste, die sich aus den Ergebnissen des Auswahlverfahrens ergibt.