Die Voraussetzungen
Nicht jeder ist für die Tätigkeit als Wasserverwaltungsbeamter und Schifffahrtsverwaltungsbeamte im gehobenen technischen Dienst geeignet. Aus diesem Grund wird vor Beginn des Vorbereitungsdienstes ein ausführliches Bewerbungsverfahren durchgeführt. Zu dem Auswahlverfahren wird man jedoch erst dann eingeladen, wenn man entsprechende beamtenrechtliche Voraussetzungen erfüllt. Es muss beispielsweise ein adäquater Bildungsabschluss vorliegen. Für den gehobenen technischen Dienst als Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamte müssen Sie die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorweisen können. Darüber hinaus müssen Sie über formale Voraussetzungen verfügen. Neben der deutschen Staatsbürgerschaft oder der Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedsstaats müssen Sie beispielsweise auch frei von Schulden und Vorstrafen sein. Das Auswahlverfahren setzt sich aus mündlichen und schriftlichen Tests zusammen. Haben Sie das Auswahlverfahren bestanden, dürfen Sie den Vorbereitungsdienst antreten.
Das Studium
Haben Sie das Auswahlverfahren bestanden, werden Sie für den Vorbereitungsdienst als Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamte zugelassen. Im gehobenen technischen Dienst besteht dieser aus einem dreijährigen Studium, das am ehesten mit einem klassischen Bachelor-Studium verglichen werden kann. Allerdings gibt es auch einige Parallelen zu einem dualen Studium. Neben der Wissensvermittlung absolvieren Sie viele Praktika während Ihres Studiums. Sie sollen auf diese Weise schnellstmöglich einen detaillierten Einblick in Ihre spätere Berufspraxis erhalten. Die klassischen theoretischen Studieninhalte bestehen in der Regel aus Vorlesungen, Seminare und Übungen.
Zu den Studieninhalten gehört u.a.:
- Bautechnik
- Maschinenbau
- Elektrotechnik
- Nachrichtentechnik
- Informationstechnik
- Vermessungstechnik
- Geoinformatik
Die Abschlussprüfung
Wenn Sie das dreijährige Studium absolviert haben, erwartet Sie die Laufbahnprüfung. Hier müssen Sie Ihrem Dienstherrn unter Beweis stellen, dass Sie für die Tätigkeit als Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamter im gehobenen technischen Dienst geeignet sind. Da es sich um ein Bachelor-Studium handelt, besteht die Laufbahnprüfung in der Regel aus einer Bachelor-Arbeit. Wenn Sie diese bestanden haben, dürfen Sie sich über den erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung freuen. Sie werden anschließend zum Beamten auf Probe ernannt und können in das Berufsleben als Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamte starten.
Der Berufsalltag
Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamte haben keinesfalls einen eintönigen Berufsalltag. Wer das Studium erfolgreich bestanden hat, gilt nun als technischer Regierungsinspektor. Dabei werden Sie für das Schifffahrtsamt oder eine andere Behörde aus diesem Bereich tätig. Ein Großteil Ihrer täglichen Arbeit besteht in erster Linie aus der Vernetzung von Technik, Nautik, Recht, Ökologie und Wirtschaft. Diese Arbeit ist nicht nur für die Umwelt von großer Bedeutung. Darüber hinaus ist die Arbeit von Wasserverwaltungsbeamten und Schifffahrtsverwaltungsbeamten für die deutsche Wirtschaft sehr wichtig. Schließlich ist die wirtschaftliche Stärke Deutschlands zu einem großen Teil vom Export abhängig. Neben Flug- und Landwegen sind auch die Wasserstraßen besonders wichtig. Sie gewährleisten als Wasserverwaltungsbeamte und Schifffahrtsverwaltungsbeamte, dass diese Infrastruktur aufrecht erhalten bleibt.