Ausbildung
Der Vorbereitungsdienst dauert 20 Monate, wobei der Bund spezielle Vorgaben und Regeln für die Ausbildung zum Wetterdienstbeamten im mittleren Dienst festgelegt hat. Über ergänzende Regelungen kann jedes Bundesland frei entscheiden. Die Ausbildung findet im mittleren Dienst in einem Bildungszentrum oder einer Verwaltungsschule des Deutschen Wetterdienstes, ggf. auch an den Einrichtungen der Bundeswehr, statt. Direkt vor Ort, also an einer Dienststelle des Deutschen Wetterdienstes, werden Sie Ihre praktischen Kenntnisse erwerben.
Voraussetzungen
Sie müssen über einen geeigneten Bildungsabschluss wie einen mittleren oder Hauptschulabschluss verfügen, damit man Sie zum Wetterdienstbeamten im mittleren Dienst ausbilden kann. Zusätzlich erwartet man von Ihnen eine fachspezifische Berufsausbildung, wobei die genauen Voraussetzungen zwischen den einzelnen Bundesländern variieren. Nicht zu ignorieren sind die beamtenrechtlichen Voraussetzungen wie die Einhaltung der Höchstaltersgrenze. Vorab steht im Rahmen des Auswahlverfahrens ein Test mit einem schriftlichen und mündlichen Teil an.
Empfehlungen
Sie hantieren während Ihrer Tätigkeit mit modernen Präzisionsinstrumenten, deshalb sollten Sie bereits im Verlauf Ihrer Ausbildung und auch später viel Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit walten lassen. Sie müssen immer daran denken, dass Ihre ermittelten Werte repräsentativ für die beobachteten Wetterelemente sind. Darüber hinaus sollten Sie eine enorme Verschwiegenheit an den Tag legen, denn bei der Weitergabe von den jeweiligen Messergebnissen unterliegen Sie den Bestimmungen des Datenschutzes.
Es wird Ihnen leichter fallen, wenn Sie sich bereits Grundkenntnisse im Bereich der Physik aneignen konnten. Damit können Sie die Messergebnisse von Werten wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur auswerten und erkennen die speziellen Zusammenhänge. Darüber hinaus müssen Sie vielleicht auch mal Berechnungen anstellen, was in der Meteorologie nicht selten vorkommt und von Ihnen mathematische Kenntnisse verlangt.
Berufsalltag
Die Erstellung von wichtigen Arbeitsunterlagen für die Dienstleistungen des Deutschen Wetterdienstes gehört zu Ihrem Berufsbild als Wetterdienstbeamte im mittleren Dienst. Selbstverständlich ist dafür eine intensive Wetterbeobachtung und Sammlung von Auswertungen meteorologischer Daten unabdingbar. Neben den Wettervorhersagen warnen Sie die Bevölkerung durch Wetterwarnungen vor einem Unwetter.
Allgemein können Ihre Aufgaben als Wetterdienstbeamte im mittleren Dienst in die Gebiete des Wetterbeobachtungsdienstes und Wetterfernmeldedienstes eingeteilt werden. Selbstverständlich ist die Landwirtschaft an anderen Informationen über das Wetter interessiert als die Medizinmeteorologie. Für die Landwirtschaft ist Niederschlag und Sonnenschein interessant, während die Medizinmeteorologie über relevante Gesundheitsrisiken wie UV-Strahlung, Ozonwerte oder Luftfeuchtigkeit Bescheid wissen möchte. Bei einer Tätigkeit im Flug- oder Seewetteramt sind Sie über die meteorologische Sicherung der See- und Luftfahrt zuständig.
Dank modernster Technik mit Präzisionsinstrumenten können Sie unterschiedliche Daten ermitteln, z.B. eine Protokollerstellung über den Zustand der Atmosphäre. Durch spezielle Softwarelösungen können Sie alle Daten in besonderen Beratungsunterlagen zusammenfassen. Bei einer Tätigkeit im Geo-Informationsdienst der Bundeswehr sind auch Auslandseinsätze möglich.