Die Einstellungsvoraussetzungen bei der Bundespolizei
Für den Dienst bei der Bundespolizei sind einige wesentliche Eigenschaften wichtig. Sie sollten in der Lage sein sorgfältig und gewissenhaft zu arbeiten, denn auch das Anfertigen von Protokollen und Berichten gehört später zum Berufsbild bei der Bundespolizei.
Da Zeugen, Opfer und Verdächtige befragt werden müssen, ist es für Sie als angehender Bundespolizist wichtig über eine professionelle Kommunikation und einen hohen Grad an Einfühlungsvermögen zu verfügen.
Teamfähigkeit ist bei der Bundespolizei selbstverständlich, denn nur so lassen sich Einsätze sicher und effizient ausführen.
Ebenso sollten Sie eine gute körperliche Fitness sowie eine hohe Belastbarkeit mitbringen. Täglich werden Sie bei der Bundespolizei vor große Herausforderungen gestellt und begeben sich in gefährliche Situationen.
Dazu gehören ebenso:
- Die Bereitschaft auch überdurchschnittliche Leistungen über einen längeren Zeitraum zu erbringen.
- Eine hohe Flexibilität und Mobilität: Der Führerschein wird vorausgesetzt und die Bereitschaft für einen Wohnortwechsel sollte gegeben sein.
- Sie verfügen über ein gesundes Rechtsverständnis.
- Sie treten jederzeit für die demokratischen Grundwerte ein.
Immens wichtig bei der Tätigkeit bei der Bundespolizei ist die psychische Stabilität, denn die Belastungen sind hoch:
- Hohes Arbeitspensum
- Täglich Kontakt mit unterschiedlichsten Personen in allen nur erdenklichen Situationen
- Hohes Konfliktpotenzial
- Respektloser Umgang
Die Ausbildung bei der Bundespolizei
Weil die Ansprüche im Berufsalltag bei der Bundespolizei extrem hoch sind, kann man die Ausbildung nicht mit einer normalen Ausbildung bei einem anderen Arbeitgeber vergleichen. Eine uneingeschränkte gesundheitliche Eignung ist dabei die Grundlage. Daher sind die Auswahlverfahren für die Ausbildung bei der Bundespolizei besonders anspruchsvoll.
Die Bundespolizei ist mit anderen Einsatzbereichen nicht zu vergleichen, denn die Anforderungen sind oft extrem hoch und eine entsprechende Ausbildung.
Entscheiden Sie sich für die Ausbildung zum Bundespolizisten im mittleren Dienst werden Sie zweieinhalb Jahre auf den Dienst bei der Bundespolizei vorbereitet. Zum theoretischen Teil gehören dabei Fächer wie:
- Staats- und Verfassungsrecht
- Poltische Bildung
- Einsatzrecht (Polizei- und Ordnungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht)
- Verkehrsrecht
- Dienstrecht
- Einsatzlehre
- Polizeidienstkunde
- Verkehrslehre
- Kriminalistik
Praktische Trainingseinheiten ergänzen die Theorie. In den realen Einsatzsituationen werden Kontrollen und Festnahmen, aber auch der Umgang mit hilflosen, betrunkenen oder gewalttätigen Menschen geübt.
Als Ausbildungsorte für den Beruf bei der Bundespolizei gibt es derzeit 7 Einrichtungen:
- Bamberg in Bayern
- Diez in Rheinland-Pfalz
- Eschwege in Hessen
- Oerlenbach in Bayern
- Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern
- Swisttal in Nordrhein-Westfalen
- Walsrode in Niedersachsen
Schon ab dem zweiten Jahr in der Ausbildung zum Bundespolizisten sammeln Sie die ersten praktischen Erfahrungen im grenz- und bahnpolizeilichen Aufgabenbereich. Sie werden bei der Bundesbereitschaftspolizei und im Bereich der Luftsicherheit an einem deutschen Flughafen eingesetzt.
Das Praktikum dauert in der Regel fünfeinhalb Monate. Anschließend folgt die Laufbahnprüfung. Bestehen Sie diese, werden Sie zum Beamten bei der Bundespolizei auf Probe ernannt.