Allgemeine Voraussetzungen
- deutsche Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union
- Sie treten jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung ein
- charakterliche Eignung für den Dienst als Feuerwehrbeamter
- exzellente körperliche Fitness
- hohe psychische Belastbarkeit
- Alter innerhalb der Mindest- und Höchstaltersgrenzen
- Schwindelfreiheit
- handwerkliches Geschick
Die Bewerbung
Sorgfältig zusammengestellte Unterlagen ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler sollten selbstverständlich sein. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören:
- Anschreiben
- Lebenslauf
- Zeugnisse
- Kopie des Personalausweises
- Neueres Passbild
- Geburtsurkunde, gegebenenfalls Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunde
- Kopie des Führerscheins, Auskunft über den Punktestand in Flensburg
- Polizeiliches Führungszeugnis
Einen positiven ersten Eindruck können Sie erwecken, wenn Sie sich im Vorfeld genau über die Tätigkeiten und Anforderungen an Beamte der Feuerwehr informieren und diese Fakten in Ihr Bewerbungsschreiben einfließen lassen.
Konnten Sie mit Ihrer Bewerbung überzeugen und erfüllen Sie die notwendigen Einstellungsvoraussetzungen, werden Sie zu einem mehrteiligen Auswahlverfahren eingeladen.
Auswahlverfahren
Der Ablauf des Testverfahrens ist im mittleren und gehobenen Dienst ähnlich.
Insgesamt müssen vier Prüfungsabschnitte bewältigt werden. Wird ein Test nicht bestanden, endet die Prüfung an dieser Stelle.
Den Anfang bilden in der Regel die schriftlichen Tests, wie beispielsweise Intelligenztests oder Diktat. Diese Aufgaben dienen untern anderem der Überprüfung Ihrer Rechtschreibkenntnisse. Zur Beurteilung Ihrer mathematischen Fähigkeiten müssen Aufgaben, wie Bruchrechnen, Dreisatz, Flächen-, Volumen- oder Prozentrechnen, gelöst werden. Auch Ihr technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen werden getestet. Geprüft werden außerdem:
- Handwerkliches Verständnis
- Physikalisches Verständnis, Basiswissen hinsichtlich physikalischer Abläufe ist im Einsatz teils unverzichtbar
- Logisches Denken für eine strukturierte Arbeitsweise im Einsatz
- Konzentrationsfähigkeit
- Gutes Allgemeinwissen
- Stressresistenz und Belastbarkeit
Stress und belastende Situationen gehören zum Dienstalltag von Beamten der Feuerwehr. Der Zeitdruck, beispielsweise wenn Menschen aus einem brennenden Haus gerettet werden müssen, ist enorm. Nicht jeder verkraftet die teils psychisch stark belastenden Eindrücke eines schweren Verkehrsunfalls mit Toten und Schwerverletzten.
Ihre physische Belastbarkeit wird bei praktisch-sportlichen Übungen getestet. Im mehrstündigen Sporttest sollen Kraft, Ausdauer und Koordination unter Beweis gestellt werden. Das bedeutet, Sie müssen beispielsweise Disziplinen wie Liegestütze, Ausdauerlauf, Schwimmen und Tauchen absolvieren.
Zum praktischen Teil gehören Personenrettung und Drehleitersteigen sowie die Atemschutzstrecke, bei der das Verhalten und die Orientierung in engen, geschlossenen und verqualmten Räumen sowie die Atemmaskentauglichkeit geprüft wird.
In einem Gespräch haben Sie die Chance, sich persönlich vorzustellen. Vom Prüfungskomitee werden gezielte Fragen gestellt. Vorbereitet sein sollten Sie auf:
- Allgemeine Fragen rund um die Feuerwehr
- Fragen zum Feuerwehrberuf, den Vor- und Nachteilen sowie dem Berufsalltag
- Fragen zur Berufsmotivation
- Fragen zur eigenen Person, Stärken und Schwächen
- Fragen zur Allgemeinbildung
- Fragen zur ausgeschriebenen Stelle
- Fragen zur Ausbildung
- Was glauben Sie, welche Gefahrensituationen können auf Sie zukommen?
Auf Bewerber für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst kommt häufig ein Assessmentcenter zum Auswahlverfahren zu, welches Präsentationen, Streitgespräche oder Diskussionen beinhalten kann. Abschluss bildet meist ein Assessmentcenter-Interview, vergleichbar mit einem Vorstellungsgespräch.
Anschließend erfolgt noch die arbeitsmedizinische sowie eine amtsärztliche Untersuchung, bei der die allgemeine körperliche Feuerwehrtauglichkeit festgestellt und Krankheiten ausgeschlossen werden sollen, die zu einer vorzeitigen Dienstuntauglichkeit führen könnten. Ausschlusskriterien für den Dienst bei der Feuerwehr sind zum Beispiel eine defekte Bandscheibe, ein schlechtes Gebiss, Herzfehler, Probleme mit der Lunge, Sehschwäche oder eine Beinlängendifferenz.
Die wenigen Bewerber, die alle Prüfungen bestanden haben, werden zur Ausbildung zum Beamten der Feuerwehr zugelassen.
Ausbildungsorte sind:
- die "Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz" des Landes Brandenburg und
- die Gemeinden mit Berufsfeuerwehr