Landesverwaltungsbeamte Agrarverwaltung im gehobenen technischen Dienst
Für diese Laufbahn wird in einigen Bundesländern ein mehrmonatiges Praktikum mit entsprechendem Schwerpunkt vorausgesetzt. Dabei zeigt sich die Ausbildung zum Landesverwaltungsbeamten umfangreich und umfasst:
- Vertragsrecht
- Subventionsrecht im Zusammenhang mit Fördermaßnahmen
- Aufgaben und Organisation der Landwirtschaftsämter
- Förderprogramme und Bearbeitung von Anträgen
- Beratungswesen
Betriebswirtschaft, Landwirtschaft, Gartenbau, nachhaltige Landnutzung und ländlicher Raum, Hauswirtschaft und Ernährung sind dabei zentrale Kernthemen. In der Praxis wird das Wissen angewandt. Das duale Studium zum Landesverwaltungsbeamten dauert 18 Monaten.
Treten Sie Ihren Dienst an, haben Sie sachbearbeitende, koordinierende und leitende Aufgaben.
- Antragsbearbeitung
- Verfassen von Stellungnahmen
- Durchführen agrarpolitischer Maßnahmen
- Überwachen von Recht und Gesetz, die eingehalten werden müssen
- Umsetzung agrarpolitischer Maßnahmen
- Förderprogrammgestaltung
- Beratung zu Förderprogrammen
- Auskünfte an Verbraucher
- Verantwortung für Qualitätskontrollen
- Überwachen von Testverfahren
- Verwalten des staatlichen land- und forstwirtschaftlichen Besitzes
- Verwaltung staatlicher Versuchs-, Forschungs- und Lehranstalten
- Landesverwaltungsbeamte in der Agrarverwaltung leisten ihren Dienst bei Landwirtschaftsbehörden, z. B. in Ämtern für Agrarstruktur und Agrarordnung
Landesverwaltungsbeamte Agrarwirtschaft im höheren Dienst
Bevor Sie Ihr Studium als Landesverwaltungsbeamter starten, müssen Sie eine berufspraktische Tätigkeit nachweisen. Das kann eine Berufsausbildung oder ein mehrmonatiges Praktikum sein. Als Fachbereiche stehen Ihnen hier unter anderem Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung, Gartenbau, Pflanzenschutz und Landespflege zur Auswahl. Studieninhalte sind dabei:
- Rechts- und Verwaltungsgrundlagen
- Beratungsmethodik
- Berufs- und Erwachsenenbildung
- Arbeitswirtschaft und Personalführung
Sie als Landesverwaltungsbeamter der Agrarwirtschaft im höheren Dienst tragen Führungsverantwortung und wirken als Dienststellenleiter in Landwirtschaftsbehörden, Landwirtschaftskammern, landwirtschaftlichen Landesanstalten sowie an agrar- und hauswirtschaftlichen Fachschulen. Dabei verfassen Sie Gutachten und sind im Bereich Verwaltung, Planung und Beratung tätig und übernehmen Lehrtätigkeiten.
Landesverwaltungsbeamte der Bergverwaltung im höheren technischen Dienst
Möchten Sie eine Laufbahn als Landesverwaltungsbeamter der Bergbauverwaltung im höheren technischen Dienst einschlagen, müssen Sie einen anerkannten Hochschulabschluss im Bergfach zum Beispiel Bergbau oder Geotechnik und Bergbau, im Markscheidefach in der Fachrichtung Markscheidewesen nachweisen. Ebenso ist eine Ausbildung als Bergbaubeflissener beziehungsweise als Beflissener des Markscheidefachs vorgeschrieben. Innerhalb der zwei Studienjahre erhalten Sie eine Wissensvermittlung in den folgenden Bereichen:
- Organisation und Führungsaufbau von Unternehmen und Behörden im Bergbau
- Betriebsüberwachung
- Bergwirtschaft z. B. Kosten, Finanzierungs-, Bilanzfragen
- Bergtechnik und Gesundheitsschutz
- Verfahrenstechnik und Umweltschutz im Bergbau
- Bergrecht z. B. Sprengstoffrecht, Wasserrecht
Und je gewählter Fachrichtung:
- Im Bergfach:
- technische Betriebsleitung
- langfristige Planungen, Durchführung und Gestaltung
- Wirtschaftlichkeitsberechnungen
- Im Markscheidefach:
- Geologie der nutzbaren Lagerstätten
- Hydrogeologie
- Geophysik
- Umweltschutz
- Bearbeitung der topografischen Landeskartenwerke
- Bedeutung von Liegenschaftskatastern
- Verhältnis zwischen bergbaulichen und anderen Belangen
- Erarbeitung und Fortführung des Regionalplanes
Das erworbene Wissen setzen Sie als Landesverwaltungsbeamter der Bergverwaltung im höheren technischen Dienst in Oberbergämtern, Landesämtern für Bergbau oder Bergwesen und Bergwerksunternehmen um. Hier übernehmen Sie zum Beispiel Führungsaufgaben in Bereichen wie Arbeitsorganisation und Personalführung.
Zudem überwachen und kontrollieren Sie Förderstellen und Einrichtungen und tragen Verantwortung für die Kostenberechnung und Finanzierung. Darüber hinaus sind der Umweltschutz sowie Sicherheit und Ordnung wichtige Aspekte, die Sie als Landesverwaltungsbeamter der Bergverwaltung im höheren technischen Dienst kontrollieren und sicherstellen.
Landesverwaltungsbeamte für Verfassungsschutz im gehobenen Dienst des Bundes
Sie absolvieren für die Laufbahn des Landesverwaltungsbeamten für den Verfassungsschutz im gehobenen Dienst des Bundes drei Jahre an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und an der Schule für Verfassungsschutz sowie beim Bundesamt für Verfassungsschutz und bei einer Landesbehörde für Verfassungsschutz.
Dabei umfassen die wichtigsten Studieninhalte:
- staatsrechtliche und politische Grundlagen
- verwaltungs- und zivilrechtliche Grundlagen
- betriebswirtschaftliche Grundlagen, Organisation und Informationsverarbeitung
- nachrichtendienstliche Arbeitstechniken (Auswertung, Beschaffung, Berichtswesen)
- Rechtswissenschaft
- politischer Extremismus/ Terrorismus
- internationale Sicherheitspolitik
Beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln und bei einer Landesbehörde für Verfassungsschutz sammeln Sie als Landesverwaltungsbeamter praktische Erfahrungen und setzen Ihr Wissen ein.
Sie sind als Landesverwaltungsbeamter im Verfassungsschutz von Bund und Ländern tätig, beobachten und bekämpfen Sie verfassungsfeindliche Aktivitäten und die organisierte Kriminalität. Zusammen mit Kollegen unterbinden Sie Spionagevorgänge und beraten Bürger. Ebenso können Sie im Personalwesen und für Aus- und Weiterbildung zuständig sein.
Landesverwaltungsbeamte für Verfassungsschutz im mittleren Dienst
Zum Landesverwaltungsbeamten für Verfassungsschutz im mittleren Dienst durchlaufen Sie eine zweijährige Ausbildung praktisch im Bundesamt oder Landesamt für Verfassungsschutz und theoretisch an der Akademie für Verfassungsschutz. Sie lernen hier das Staats- und Verfassungsrecht, gesetzliche Vorgaben und Datenschutzbestimmungen kennen und werden in den Möglichkeiten zur Informationsgewinnung geschult.
Zu den persönlichen Voraussetzungen zählen Kommunikationsfähigkeit, Menschenkenntnis, Verschwiegenheit und eine strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise. Ebenso wichtig sind gute Rechtschreib- und Mathematikkenntnisse, da Berichte und Protokolle verfasst werden und Abrechnungen erstellt werden müssen.
Tätig sind Sie als Landesverwaltungsbeamter für Verfassungsschutz im mittleren Dienst als Sachbearbeiter auf Bundes- oder Länderebene. Neben dem Innendienst am Schreibtisch sind Sie im Außendienst bei Ermittlungen im Einsatz.
Sie stehen dazu in der Regel den Beamten des gehobenen Dienstes zur Seite. So beobachten Sie verfassungsfeindliche Gruppierungen und bekämpfen die organisierte Kriminalität, Terrorismus, Extremismus oder gegnerische Spionage und führen getarnte Observationen durch. Danach sind Sie für die Auswertung und Aufbereitung der gesammelten Information zuständig.
Landesverwaltungsbeamte für Vermessungstechnik im mittleren Dienst
Sie sollten für die Laufbahn einen Hauptschulabschluss sowie eine Berufsausbildung in der Fachrichtung, zum Beispiel zum Vermessungstechniker, Kartograf oder Geomatiker mitbringen.
Die Ausbildung in Vermessungsämtern, Katasterämtern, Flurneuordnungsbehörden oder Behörden für Geoinformation dauert 1 bis 1 ½ Jahre.
Um als Landesverwaltungsbeamter für Vermessungstechnik im mittleren Dienst tätig zu werden, benötigen Sie gute Mathematik- und Geografiekenntnisse und beherrschen Deutsch sicher in Wort und Schrift. Sie müssen äußerst sorgfältig arbeiten, wenn Sie zum Beispiel Straßen und Baugebiete vermessen und Planungen anfertigen. Ebenso sollte das Lesen von Karten, die Arbeit mit Geo-Daten und der Umgang mit Messgeräten keine Probleme bereiten. In Ihrem Berufsalltag erfassen, analysieren und bearbeiten Sie Messdaten und aktualisieren anhand dieser Liegenschaftskataster, Gelände und Flurkarten. Darüber hinaus fertigen Sie Berichte an und übernehmen verwaltende Aufgaben.
Eingesetzt werden Sie als Landesverwaltungsbeamter für Vermessungstechnik im mittleren Dienst in Vermessungs- oder Katasterämtern und Behörden für Geoinformation.