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Zollbeamter/in

Zollbeamter/in

Beim Zoll handelt es sich um einen der größten bundesweiten Arbeitgeber. Die derzeit rund 38.000 Zollbeamten leisten ihren Dienst an über 700 Standorten. Ausgebildet werden die angehenden Zollbeamten in den über 40 Hauptzollämtern in Deutschland. Das besondere Dienstverhältnis der Zollbeamten ist Ursache dafür, dass der entsprechende Dienstherr in der Pflicht zur Krankenfürsorge steht. Dieser Pflicht kann der Dienstherr durch Beihilfe oder Heilfürsorge nachkommen. Die Fürsorgepflichten des Dienstherrn in Form von Besoldung und Krankenfürsorge bestehen ein Leben lang - bis über das Versetzen in den Ruhestand hinaus.

Als Zollbeamter müssen Sie dazu bereit sein, regen Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen zu haben. Hierbei ist selbstverständlich, dass Sie freundlich und selbstbewusst auftreten. Um für den Dienst als Zollbeamter geeignet zu sein, müssen Sie sowohl im mittleren als auch im gehobenen Dienst bestimmte Anforderungen erfüllen:

  • Staatsbürgerschaft Deutschlands oder eines anderen EU-Landes
  • Bekenntnis zum deutschen Grundgesetz
  • Flexibilität und Mobilität
  • Teamfähigkeit und Bereitschaft zu hohem Leistungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • keine Vorstrafen und frei von Schulden
  • körperliche und mentale Fitness
  • Bereitschaft im Schichtdienst zu arbeiten
  • wirtschaftliches Interesse
  • Kontaktfreude und Kommunikationsfähigkeit
  • Fähigkeit, sich durchsetzen zu können
  • emotionale Stabilität

Eine der Hauptaufgaben von Zollbeamten ist die Kontrolle von Wareneinfuhr. Dabei werden Pässe, Genehmigungen und Zollanträge kontrolliert bzw. bearbeitet. Im Rahmen dieser Tätigkeit werden die Zollbeamte an Flughäfen, Seehäfen oder Autobahnen tätig. Darüber hinaus sind Zollbeamte als Kontrollinstanz für anfallende Steuer- und Sozialabgaben zuständig. So verfolgen sie Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung.
 
Die Zollbeamten, welche in der Zollfahndung tätig werden, übernehmen bei grenzüberschreitender Steuerkriminalität die Ermittlung. Klassische Beispiele sind dabei Drogenschmuggel, Geldwäsche und die Einfuhr von Plagiaten. Wer sich für die Ausbildung bewerben möchte, muss die entsprechenden Bewerbungsunterlagen bei der zuständigen Finanzdirektion einreichen. Hierzu zählt der Lebenslauf, Zeugnisse und Qualifikationsbelege sowie das polizeiliche Führungszeugnis und Geburtsurkunden.
 
In speziellen Bereichen des Zolldienstes müssen die Bewerber auch weitere Voraussetzungen mitbringen. Beispielsweise erfordert der Wasserzolldienst gewisse nautische Kenntnisse. Fehlt die entsprechende Ausbildung, ist eine Karriere beim Zoll nicht möglich. Hieraus folgt, dass es im Rahmen des Zolldienstes keinen Quereinstieg gibt.

Zollbeamter im mittleren Dienst

Voraussetzung für eine Ausbildung im mittleren Zolldienst ist ein Realschulabschluss. Auch mit Hauptschulabschluss ist eine Bewerbung möglich. Voraussetzung dabei ist jedoch der Abschluss einer kaufmännischen oder rechtlichen Berufsausbildung.

Ausbildung

Die Ausbildung setzt auf eine Kombination aus Theorie und Praxis. Die theoretische Ausbildung findet in speziellen Bildungs- und Wissenschaftszentren der Bundesfinanzverwaltung statt. Demgegenüber findet die praktische Ausbildung in Hauptzollämtern, Zollämtern, dem Zollkriminalamt oder dem Wasserzoll statt.
 
Zu Beginn der Ausbildung findet eine Einführungswoche statt. Im Anschluss beginnt bereits die erste schulische Phase. Diese dauert ein halbes Jahr und umfasst primär die Wissensvermittlung von rechtlichen Inhalten.
 
Am Ende der theoretischen Ausbildung steht die sogenannte Zwischenprüfung. Wer diese erfolgreich bestanden hat, wechselt in die einjährige praktische Ausbildung. Hier können die Beamtenanwärter ihr gesammeltes Wissen in die Tat umsetzen.
 
Parallel finden Lehrveranstaltungen statt, die praxisbezogene Inhalte bieten. Die in den Dienststellen erworbenen Kenntnisse werden mit entsprechender Theorie verknüpft und gefestigt. Am Ende der praktischen Kurse stehen Klausuren, in denen das angesammelte Wissen unter Beweis gestellt werden muss.
 
Nach dem Praxisteil geht die Ausbildung in die Schlussphase über. In den letzten sechs Monaten setzen die Ausbilder wieder auf das Vermitteln theoretischer Inhalte. Auch hier liegt der Fokus wieder ganz klar auf der Vermittlung juristischen Wissens.
 
Die körperlichen Anforderungen für Zollbeamte sollten keineswegs unterschätzt werden. Aus diesem Grund gehört auch Sportunterricht zu der Ausbildung. Am Ende der Ausbildung steht die Laufbahnprüfung. Wer diese erfolgreich abschließt, wird zum Zollbeamten auf Probe ernannt.

Zollbeamte im gehobenen Dienst

Wer die Karriere als Zollbeamter im gehobenen Dienst anstrebt, benötigt zwangsläufig das Abitur oder einen vergleichbaren Schulabschluss. Bei der Ausbildung zum Zollbeamten im gehobenen nichttechnischen Zolldienst handelt es sich um einen Diplomstudiengang mit einer Dauer von drei Jahren.

Ausbildung

Das Vermitteln von theoretischen Inhalten findet an der Hochschule des Bundes am Bildungs- und Wissenschaftszentrum Münster statt. Sobald ein einführendes Praktikum absolviert wurde, findet ein halbjähriges Grundstudium statt. Die Inhalte sind primär rechtlicher und wirtschaftlicher Natur.
 
Anschließend beginnt das Hauptstudium. Hier findet ein steter Wechsel zwischen theoretischen und praktischen Studienabschnitten statt. Im Fokus stehen auch hier rechtliche, wirtschaftliche und sozialwissenschaftliche Inhalte. Am Ende des Hauptstudiums stehen mehrere Klausuren, die es zu bestehen gilt.
 
Im Rahmen der praktischen Ausbildungsstationen wird den Studenten die Möglichkeit geboten, theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden. Sie können in verschiedenen Dienststellen des Zolls zum Einsatz kommen. Hier werden Sie bereits in typische Abläufe eingebunden und erhalten einen detaillierten Einblick in Ihre späteren Tätigkeiten.
 
Das Studium endet mit der Laufbahnprüfung. Nachdem Sie die Prüfung erfolgreich bestanden haben, werden Sie zum Diplomfinanzwirt ernannt. Es findet eine Ernennung zum Beamten auf Probe statt und Sie steigen in den Zolldienst ein. Nun kommen Sie in leitender, überwachender und kontrollierender Funktion zum Einsatz.

Was passiert nach der Ausbildung?

Als Zollbeamter haben Sie die Möglichkeit regelmäßige Fortbildungen und Weiterbildungen wahrzunehmen. So bleiben Sie stets auf dem Laufenden und können sich weiterentwickeln. Darüber hinaus können Sie Ihr Fachwissen in speziellen Lehrgängen vertiefen. Dies ist aufgrund häufiger rechtlicher Änderungen besonders wichtig. Schließlich müssen die Zollbeamten jederzeit auf dem Laufenden bleiben.
 
Zollbeamte können nach einigen Jahren der Berufserfahrung auch im Ausland tätig werden. So ist es beispielsweise möglich, dass Sie in verschiedenen Botschaften zum Einsatz kommen. Bei bestimmten EU-Beitrittskandidaten kann es dazu kommen, dass Sie Unterstützung leisten, um eine effektive Zollverwaltung aufzubauen.
 
Wer eine besondere Herausforderung sucht, kann Nutzen von den umfangreichen Karrieremöglichkeiten des Zolldienstes machen. So können Sie beispielsweise bei der zentralen Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) tätig werden. Hier sorgen Sie im Rahmen gefährlicher Einsätze für die Sicherheit Ihrer Kollegen. In der Observationseinheit Zoll (OEZ) sammeln Sie wichtige Informationen. Auch auf See können Sie tätig werden. Zurzeit sind über 400 Zollbeamte an den deutschen Küsten und dem Bodensee überwachend tätig.
 
Auch als Zollhundeführer können Sie tätig werden. Hier arbeiten Sie mit speziell ausgebildeten „Spürnasen“ zusammen. Mittlerweile hat der Zoll etwa 340 Hunde. Hauptziel ist dabei das Aufspüren von Drogen. Als Zollbeamter im mittleren Dienst ist eine Zusatzausbildung erforderlich.
 
Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen können Sie auch in den höheren Dienst aufsteigen. Hierfür müssen Sie einen Masterabschluss oder einen vergleichbaren universitären Abschluss vorweisen. Die Ausbildung findet in Form eines zweijährigen Referendariats statt.

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