Forstverwaltungsbeamte im mittleren Dienst
Wer sich für die Karriere als Forstverwaltungsbeamter im mittleren Dienst interessiert, muss zunächst formale beamtenrechtliche Voraussetzungen erfüllen. Hierzu zählt zunächst einmal ein mittlerer Schulabschluss in Form eines Realschulabschlusses oder eines Hauptschulabschlusses mit förderlicher Ausbildung. Darüber hinaus müssen Sie die deutsche Staatsbürgerschaft oder die Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitglieds haben. Außerdem müssen Sie frei von Vorstrafen und Schulden sein. Ein Bekenntnis zum deutschen Grundgesetz ist selbstverständlich auch von Nöten.
Die Aufgaben von Forstverwaltungsbeamten im mittleren Dienst sind in aller erster Linie verwaltender Natur. So werden Sie im Forstamt, Forstrevier oder in der Oberforstdirektion eingesetzt. Vor allem die Sicherung der Wirtschaftlichkeit Ihres Waldreviers hat dabei oberste Priorität. So kümmern Sie sich zum Beispiel um den Verkauf von Baumbeständen. Darüber hinaus tragen Sie Sorge für die Bestandspflege der Waldbestände in Ihrem Revier.
Natürlich sollten interessierte Bewerber ein allgemeines Interesse für die Natur im Allgemeinen und den Wald im Besonderen mitbringen. Doch auch moderne Medien sollten dem Bewerber nicht fremd sein. So ist speziell in der Verwaltung die Arbeit mit EDV-Systemen Pflicht. Zusammenfassend gesagt sind die Aufgaben von Forstverwaltungsbeamten im mittleren Dienst breit gefächert. Neben der Verwaltung und Planung, kümmern Sie sich um den Verkauf und die Umsetzung der geltenden Gesetze.
Auch im Personalmanagement können Sie zum Einsatz kommen. Hier kümmern Sie sich um die Buchführung und anfallende Gehaltsabrechnungen der angestellten Forstmitarbeiter. Selbstredend handelt es sich dabei um eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Aus dieser Verantwortung resultiert ein nicht zu unterschätzendes Haftungsrisiko. Für das Haftungsrisiko und alle anderen Risiken haben die Experten der DBV Deutsche Beamtenversicherung Fink & Wagner GmbH in Potsdam die passende Lösung.
Forstverwaltungsbeamte im gehobenen Dienst
Selbstverständlich sind die Anforderungen für den gehobenen Dienst höher als für den mittleren Dienst. Allerdings erwartet Sie im gehobenen Dienst durchaus auch ein Aufgabenspektrum, das noch breiter gefächert ist als das im mittleren Dienst der Fall ist. Die Zugangsvoraussetzungen sind natürlich auch entsprechend höher.
So müssen Sie ein abgeschlossenes Bachelor-Studium vorweisen können und eine geltende Höchstaltersgrenze (i.d.R. 32 Jahre) einhalten. Weiterhin müssen Sie ein umfangreiches Auswahlverfahren bestehen, welches aus schriftlichen und mündlichen Tests besteht. Sie müssen auch frei von Vorstrafen und schuldenfrei sein. Auch hier müssen Sie die deutsche Staatsbürgerschaft oder die Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedsstaates vorweisen können und sich zum deutschen Grundgesetz bekennen.
Wer alle Kriterien erfüllt, kann den Vorbereitungsdienst als Forstbeamter im gehobenen Dienst antreten. Bevor Ihr Dienst jedoch beginnt, werden Sie zum Beamten auf Widerruf ernannt. Am Ende Ihres Vorbereitungsdienstes steht die Laufbahnprüfung. Hier müssen Sie vor einer Prüfungskommission unter Beweis stellen, dass Sie für den gehobenen Dienst als Forstverwaltungsbeamter geeignet sind. Wer diese Prüfung erfolgreich besteht, wird zum Beamten auf Probe ernannt. Nun beginnt eine maximal fünf Jahre andauernde Probezeit, in der Ihr Dienstherr Ihre Eignung für den Dienst auf Lebenszeit unter die Lupe nehmen möchte. Am Ende der erfolgreich absolvierten Probezeit steht die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit.
Der Vorbereitungsdienst setzt auf eine Kombination aus Theorie und Praxis. Sie erhalten im Rahmen von praktischen Abschnitten die Möglichkeit einen umfangreichen Einblick in Ihre späteren Tätigkeiten zu erhalten. So verwalten, betreuen, bewahren und bewirtschaften Sie Ihr Waldrevier. Sie tragen Sorge für die Betreuung von Waldbesitzern und kümmern sich darum, dass Vorschriften gewahrt werden. Weitere Beispiele für die Tätigkeiten sind das Auszeichnen von Bäumen, Begleitung von Jagden, Organisation von Personal und die Führung von Personaleinsätzen.
Die Praktika haben nicht nur den Nutzen, Ihnen einen umfassenden Einblick in die späteren beruflichen Tätigkeiten zu verschaffen. Sie erlernen darüber hinaus einige wichtige Kernkompetenzen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik, Naturschutz, Jagd, Forstwirtschaft und Ökologie. Hier wird deutlich, dass es sich bei dem Berufsbild der Forstverwaltungsbeamten um ein sehr abwechslungsreiches handelt.